Erkrankungen – Hüfte / Wirbelsäule

Hüfte und Wirbelsäule

Wirbelsäule

Unsere Wirbelsäule ist einzigartig. Ihre besondere Doppel-S-Form ermöglicht uns z. B. den aufrechten Gang. Außerdem schützt sie das Rückenmark mit seinen  Nerven.

Die Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbeln, dem Kreuz- und dem Steißbein. Sie lässt sich in Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule unterteilen. Zwischen den Wirbelkörpern sitzen

die Bandscheiben, die wie Gelkissen mit  Flüssigkeit gefüllt sind und für  eine  bessere  Beweglichkeit  der  Wirbelsäule  sorgen.  Gleichzeitig dienen sie als „Stoßdämpfer“ und schützen

die Wirbelkörper vor Schäden durch Abnutzung und Erschütterungen. Die Wirbelgelenke schließlich verbinden die einzelnen Wirbel miteinander. Stabilisiert wird  die Wirbelsäule durch ein System von Bändern und Muskeln. Daher ist eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur so wichtig, um Rückenschmerzen vorzubeugen und die Wirbelsäule zu schützen und zu stützen.

Fast jeder kennt sie, und viele haben häufiger mit ihnen zu tun: die Rede ist von Rückenschmerzen.

Dabei haben heute nicht mehr nur ältere Menschen Probleme mit dem Rücken. Auch junge Menschen und sogar Kinder klagen immer häufiger über   Rückenbeschwerden. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von körperlichen Faktoren wie Verspannungen und Entzündungen bis hin zu seelischen   Faktoren wie z. B. Stress.  Rückenschmerzen müssen allerdings kein Schicksal sein: Mittlerweile stehen viele Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die zur  Linderung der Schmerzen und der Behandlung der Schmerzursache beitragen können.

Rückenschmerzen können viele Gründe haben.  Zu den häufigsten gehören eine falsche Haltung

und die einseitige Belastung der Rückenmuskeln. Das führt zu Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur, was dann wiederum Rückenschmerzen auslöst.

Auch durch Abnutzung der Bandscheiben, Wirbelkörper und Wirbelgelenke können Schmerzen entstehen. Arthrose (Gelenkverschleiß) und die Verengung des   Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) können die Nerven des Rückenmarks reizen und zu Entzündungen führen.

Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der „Gel-Kern“ aus der beschädigten Bandscheibe aus und drückt auf diese Nerven.

Neben körperlichen können auch seelische Ursachen wie  z. B. Stress, Überlastung und Depressionen zu Rückenschmerzen führen. Es ist wichtig, dass Sie bei Rückenschmerzen mit Ihrem Arzt sprechen. Ein Facharzt für Orthopädie kann in der Regel feststellen, wo bei Ihnen die Ursachen für Ihre Beschwerden liegen.  Gleichzeitig kann so ausgeschlossen werden, dass Sie an Erkrankungen der Organe o. ä. leiden, da diese ebenfalls Rückenschmerzen auslösen können.

Bandscheibenvorfall

Die Wirbelsäule besteht aus Wirbelknochen und den dazwischen liegenden Bandscheiben. Eine Bandscheibe (Discus) besteht aus einem Bindegewebsring und einem zentralen weichen Kern (Nucleus pulposus). Dieser ermöglicht die Beweglichkeit der Wirbelsäule und ist gleichzeitig ein wichtiger Stoßdämpfer. Die übereinander liegenden Wirbelknochen bilden mit den dazwischen liegenden Bandscheiben die Wirbelsäule und den darin liegenden Wirbelkanal, der das Rückenmark und unter anderem die ihn versorgenden Blutgefäße enthält.

Das Rückenmark erstreckt sich vom Hirnstamm, der die Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn ausmacht, bis zum ersten oder zweiten Lendenwirbel. Dort setzt sich das Rückenmark in einem Nervenfaserbündel, dem Pferdeschweif (Cauda equina) fort, welches sich bis zum Kreuzbein – eine Verlängerung der Wirbelsäule – erstreckt.  Hier verlassen die Nervenwurzeln, wie auch an anderen Stellen der Wirbelsäule, den Wirbelkanal zwischen den einzelnen Wirbelknochen.

Ein Bandscheibenvorfall (Discusprolaps) ist eine Verlagerung des weichen, geleeartigen Kerns durch eine Schwachstelle des  Bindegewebsringes. In der Hals- oder Brustwirbelsäule kann die heraustretende Bandscheibe gegen das Rückenmark oder gegen die Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelknochen vom Rückenmark ausgehen, drücken.  In der Lendenwirbelsäule kann die Bandscheibe gegen die einzelnen Nervenwurzeln oder die Nervenbündel im Wirbelkanal (den Pferdeschweif) drücken.

Was verursacht einen Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch eine  Schwäche des Bindegeweberinges. Diese Schwäche führt zur Verlagerung des weichen geleeartigen Kernes, häufig geschieht dies in Zusammenhang mit Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule.

Ein Bandscheibenvorfall kann durch Fettleibigkeit und durch Schwangerschaft begünstigt werden.

Wann entsteht der Bandscheibenvorfall?

Die meisten Bandscheibenvorfälle kommen an der Lendenwirbelsäule vor und treten am häufigsten im Alter von 30 bis 50 Jahren auf. In der Halswirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle relativ selten auf und kommen eher im Alter von 40 bis 60 Jahren vor. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen.

Welche Symptome treten bei Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall kann ohne Symptome verlaufen. Sind jedoch Symptome vorhanden, sind diese hauptsächlich auf den Druck  gegen einzelne Nervenwurzeln, das Rückenmark oder die Nervenfaserbündel in der Lendenwirbelsäule (Pferdeschweif) zurückzuführen.

Symptome bei Druck gegen eine Nervenwurzel:

Intensive Schmerzen an einem Bein oder Arm, verbunden mit Gefühlsstörungen (Ameisenlaufen, Kribbelgefühl, Taubheit) und letztlich auch Kraftabschwächung einzelner Muskeln bis hin zu Lähmungen.

Krämpfe (Spasmen), Lähmung oder Gefühlsstörung bei Druckausübung auf das Rückenmark in der Brustwirbelsäule. Dieser Druck kann Spasmen in den Beinmuskeln, aber nicht in den Armmuskeln verursachen. Es können auch Blasenfunktionsstörungen auftreten.

Fehlende Beherrschung der Blasen- und Mastdarmfunktion und Sensibilitätsstörungen im analen Bereich und im Bereich der Genitalien, sowie an der Innenseite der Schenkel und Lähmung der Beine.

Die Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbeln, wo der Bandscheibenvorfall (Discusprolaps) entsteht.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Arzt schon nach einer gründlichen Anamnese und klinischen Untersuchung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit feststellen, ob und zwischen welchen Wirbelknochen ein Bandscheibenvorfall vorliegt.

Eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) kann die Diagnose bestätigen oder widerlegen. Welche Untersuchung in Frage kommt, beurteilt der Arzt von Fall zu Fall.

Wie behandelt man Bandscheibenvorfall?

Bandscheibenvorfälle werden  in erster Reihe konservativ, also ohne Operation, behandelt. Bei fortdauernden Symptomen allerdings kann ein chirurgischer Eingriff erwogen werden. Die konservative Behandlung besteht aus kurzzeitiger Bettruhe. Zudem erhält der Patient milde Schmerzmittel und entsprechende Physiotherapie.  Inwieweit eine Operation angebracht ist, entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten.

Die Kriterien dafür sind:

Bei Symptomen, die auf einen Druck gegen das Rückenmark hindeuten, ist eine baldige oder sogar sofortige Operation angesagt.

Bei schwerer Lähmung oder zunehmender Lähmung ist eine sofortige Operation angesagt.

Bei Symptomen, die auf einen Druck gegen den “Pferdeschweif” (Cauda equina, unterster Anteil des Rückenmarkes) hindeuten, ist eine sofortige Operation angesagt.

Bei Veränderungen der Symptome, bei fehlender Kontrolle der Blasenfunktion, zunehmender Lähmung oder Spasmen sollte man immer sofort einen Arzt aufsuchen.

Zuständige Ärzte

dr-riemenschneider

Dr. med. Stefan Riemenschneider

Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

    Der enge Wirbelkanal (Spinalkanalstenose)

    Mit dem Begriff der Spinalkanalstenose bezeichnen Mediziner eine Verengung des Rückenmarkskanals. Dadurch können die darin verlaufenden Nerven gereizt oder in ihrer Funktion beeinträchtig werden.

    Jeder  Wirbel umschließt den so genannten Wirbelkanal oder auch Spinalkanal, in dem sich das Rückenmark mit den Nervenfasern befindet. Je nachdem, an welchem Abschnitt der Wirbelsäule der Spinalkanal verengt wird, werden unterschiedliche Nervenfasern beeinträchtigt.

    In der Folge kommt es dann zu sehr unterschiedlichen Beschwerden. Das können

    Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Lähmungen in den unterschiedlichsten Körperbereichen sein. Ganz typisch für eine Einengung des Spinalkanales ist, dass die Beschwerden schlimmer werden, wenn man längere Strecken läuft und sich bessern, wenn man sich nach vorne bückt (sog. Schaufensterkrankheit).

    Viele Patienten berichten daher, dass sie mit einem Stock besser laufen und vor allem beim Bergauflaufen weniger Probleme haben als beim Bergabgehen, bei dem man sich ja nach hinten beugen muss.

     

    Ursachen für Spinalkanalstenose

    Mögliche Ursachen für eine Einengung des Spinalkanals sind durch Verschleiß entstehende Knochenzacken und Knochenanbauten an den Wirbeln. Diese Zacken und Anbauten ragen in den Spinalkanal. Auch durch Verschleißerscheinungen verdickte Bänder entlang der Wirbelsäule können auf den Spinalkanal drücken.

    Ebenso Bandscheibenwölbungen, die von der anderen Seite aus zusätzlich zu den beiden genannten Ursachen den Spinalkanal verengen, sowie ein Wirbelgleiten (Verschiebung von 2 Wirbeln) Meist bestehen alle oben beschriebenen Ursachen nebeneinander und gleichzeitig, weil sie alle mit der Abnutzung der Wirbelsäule zusammenhängen.

    Diese Kombination verschiedener Ursachen macht dann den Wirbelkanal so eng, dass die Nervenfasern gequetscht werden.


    So bemerken Sie eine Spinalkanalstenose

    Die Symptome einer Verengung des Spinalkanals können sehr unterschiedlich sein. Das häufigste Symptom besteht aber in Schmerzen beim Laufen. Nach einer gewissen Gehstrecke beginnen die Beine zu kribbeln und werden manchmal taub. Nach einer kurzen Pause lassen die Schmerzen nach und man kann weiterlaufen. Das ist ganz ähnlich wie bei einer Verschlusskrankheit der Blutgefäße (AVK). Nur können Patienten mit einer Spinalkanalstenose besser bergauf oder treppauflaufen, weil sie sich dabei nach vorne beugen können. Beugt sich der Patient nämlich nach vorne, lassen die Schmerzen nach, weil sich hierdurch der Kanal erweitert und die Nerven wieder mehr Platz haben. Ebenso wichtig ist es in diesem Zusammenhang eine Erkrankung der Hüftgelenke (Coxarthrose) auszuschließen.


    Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es

    Die Stenose ist meist eine Folge anderer Erkrankungen wie vermehrten Verschleißes der Bandscheiben und Facettengelenke, so dass auch die dadurch ausgelösten Beschwerden behandelt werden müssen. Durch Krankengymnastik und spezielle Mieder kann die Wirbelsäule etwas aufgerichtet werden, so dass die Nervenwurzeln wieder mehr Platz haben. Begleitend sollte immer versucht werden, die Rücken- und Bauchmuskulatur zu kräftigen. Unterstützend können auch weitere Therapiemöglichkeiten eingesetzt werden, z.B. Elektrotherapie oder Akupunktur. Bei hartnäckigen Beschwerden hilft häufig eine osteopathisch Behandlung, insbesondere wenn weitere Störungen des Haltungs- und Bewegungsapparates vorliegen.

    Ist der Rückenmarkskanal schon wesentlich verengt, raten Ärzte in der Regel zu einer Operation. Diese fällt je nach Ursache der Beschwerden verschieden aus. Hat etwa ein Bandscheibenvorfall den Rückenmarkskanal verengt, so wird der Operateur voraussichtlich nur den Vorfall beheben. Haben Gleitwirbel den Kanalverengt, ist meist eine Stabilisierung  des betroffenen Wirbelsäulenabschnittsvonnöten.

    Solange noch keine ausgeprägte Abnutzung und Instabilität an der Wirbelsäule besteht, reicht es oft aus, den Spinalkanal von hinten zu erweitern (sog. Erweiterungsoperation). Muss man jedoch sehr viel Knochen entfernt werden, ist eine zusätzlich Stabilisierung mit Schrauben notwendig (sog. Spondylodese)

    Zuständige Ärzte

    dr-riemenschneider

    Dr. med. Stefan Riemenschneider

    Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

      Erkrankungen des Hüftgelenkes

      Zu den häufigsten Erkrankungen des Hüftgelenkes zählt die Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Diese tritt häufig bei Fehlbelastungen, Unfällen oder sportlicher Überanstrengung auf. Es liegt eine deutliche Schmerzsymptomatik bei Belastung und in Seitenlage auf, meist auch begleitete von einer Bewegungseinschränkung. Zunächst sollte eine körperliche Schonung mit Sportpause erfolgen. Darüber hinaus gibt es vielfältige Therapiemaßnahmen wie Injektionsbehandlung und Stoßwellentherapie begleitet von physiotherapeutischen Übungsbehandlungen.

      Eine weitere häufige Erkrankung des Hüftgelenkes ist die Arthrose. Unter einer Arthrose versteht man eine degenerative Veränderung des Gelenkknorpels, die mit steigendem Alter zunimmt. Hier kommt es sowohl zu einer Abnahme der Knorpelschichtdicke als zu Unregelmäßigkeiten der Knorpeloberfläche. Das Hüftgelenk ist das Gelenk, welches am häufigsten von einer Arthrose betroffen ist. Meist zeigt sich eine belastungsabhängige Schmerzsymptomatik der Hüfte mit Bewegungseinschränkung. Je nach Schwere der Hüftgelenksarthrose führen wir unterschiedlichen Therapiemaßnahmen durch. Beginnende mit konservativen Verfahren wie Injektionsbehandlung und physikalischen Therapiemaßnahmen bis hin zum künstlichen Gelenkersatz.

      Zuständige Ärzte

      dr-riemenschneider

      Dr. med. Stefan Riemenschneider

      Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

        Die Osteoporose (Knochenschwund)

        Osteoporose ist eine stumme Erkrankung. Durch einen starken Verlust an Knochenmasse werden die Knochen unbemerkt porös und brüchig.

        Während der eine sich selbst im hohen Alter bei einem Sturz keinen Knochen bricht, kommt es bei dem anderen bereits ohne äußeren Einfluss zu einem Wirbelbruch. Ein großer Teil der Knochenmasse und der Knochenstruktur ist erblich festgelegt. Ebenso spielen der Lebensstil und Umwelteinflüsse eine Rolle. Neben dem Alter, dem Gewicht, der Ernährung und der körperlichen Aktivität gibt es eine Vielzahl weiterer Faktoren, die darüber entscheiden, wie leicht ein Knochen bricht. Eine regelmäßige Nikotinzufuhr schädigt den Knochen ebenso wie übermäßiger Alkoholkonsum und Untergewicht.

        Osteoporose ist die häufigste Stoffwechselerkrankung des Knochens. Die Erkrankung beginnt unbemerkt und wird oft erst nach unerwarteten Knochenbrüchen entdeckt.

        Beim gesunden Menschen stehen Knochen-Neubildung und Knochen-Abbau in einem harmonischen Gleichgewicht: Bei Osteoporose-Patienten hingegen wird entweder zu wenig Knochen gebildet oder der Knochen vermehrt abgebaut. Dieser Substanzverlust schwächt die Knochen, sie sind im Vergleich zu gesunden Menschen weniger belastbar und daher auch anfälliger für Brüche. Diese krankhafte Umbildung der Knochensubstanz ist äußerst schmerzhaft und schränkt die Bewegungsfähigkeit der Patienten stark ein. Mangelnde Bewegung führt wiederum zu Kreislaufproblemen, so dass sich der Gesundheitszustand und das Allgemeinbefinden des Osteoporose-Patienten graduell immer weiter verschlechtert.

        Zu Beginn der Erkrankung verläuft der Knochenabbau noch unbemerkt, da es zumeist keine körperlichen Anzeichen dafür gibt und das Wohlbefinden des Osteoporose-Patienten noch nicht beeinträchtigt ist. Häufig wird die Erkrankung erst im späten Stadium entdeckt, wenn ein Knochen bricht. Brüche treten vor allem an den Wirbelkörpern, aber auch an der Hüfte, am Oberschenkelhals und an den Unterarmen auf. Bereits das Heben kleinerer Lasten oder das Abrutschen von einer Treppenstufe kann im vorgerückten Krankheitsstadium zu Wirbelkörperbrüchen führen.

        Oberschenkelhalsbrüche werden häufig durch einen seitlichen Sturz verursacht. Durch das Abstützen bei einem drohenden Sturz kommt es dann vielfach zusätzlich zu Handgelenksbrüchen. Rippenbrüche können schon beim Husten entstehen. Da die Muskeln versuchen, den Veränderungen am Skelettsystem entgegenzuwirken, kann es zusätzlich zu Problemen bei der Verheilung des beschädigten Knochens zu Muskelverspannungen und Dauerschmerzen kommen. Viele Patienten erholen sich nach einem Knochenbruch nie wieder vollständig und werden zum Pflegefall.

        Im fortgeschrittenen Stadium der Osteoporose werden auch äußerliche Veränderungen sichtbar: Die Patienten bekommen einen so genannten Rundrücken oder einen “Buckel”. Zudem nimmt die Körpergröße ab.

         

        Bei jedem Bruch an eine Osteoporose denken

        Leider wird sehr oft nicht daran gedacht, dass die Ursache des Knochenbruchs nicht allein der Sturz, sondern eine Osteoporose sein kann. Schon ein Knochenbruch aus geringfügigem Anlass ist ein Alarmsignal für eine erhöhte Knochenbrüchigkeit. Frauen, bei denen bereits ein Knochenbruch aufgetreten ist, haben ein hohes Risiko für weitere Brüche. Um sich wirkungsvoll vor einem Knochenbruch zu schützen, sollte man neben einer medikamentösen Behandlung auf eine kalziumreiche Ernährung achten, sich ausreichend bewegen und Stürzen vorbeugen. Eine Hormontherapie zur Verhütung von Knochenbrüchen wird heute wegen der Risiken nicht mehr generell empfohlen.

        Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose zu den zehn wichtigsten Erkrankungen. Obwohl eine effektive Vorbeugung und Behandlung möglich ist, bleibt die Osteoporose bei den meisten Betroffenen unerkannt und unbehandelt.

        Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose zu den wichtigsten Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. In Österreich gibt es etwa 500.000 Menschen, die an Osteoporose erkrankt sind*. Die Gründe für die steigenden Zahlen sind neben einer immer höheren Lebenserwartung auch Gewohnheiten, die nicht einem gesunden, knochenstärkenden Lebensstil entsprechen.

         

        Frauen besonders gefährdet

        Zur Entstehung der Osteoporose tragen verschiedene Risikofaktoren bei. Zu diesen gehören: eine genetische Veranlagung, die Ernährung, der Lebensstil sowie internistische Erkrankungen. Frauen in den Wechseljahren haben ein besonders hohes Osteoporose-Risiko, weil sich die Knochenmasse in diesem Lebensabschnitt rasch verringert: In den ersten fünf Jahren nach Einsetzen der Menopause nimmt das Knochengewebe um rund 10% bis 15% ab.


        Folgenschwere Knochenbrüche

        Gefürchtete Folge der Osteoporose sind Brüche an der Wirbelsäule und am Schenkelhals. Sie gehen mit Schmerzen und Funktionsverlust bis hin zur Pflegebedürftigkeit einher. Osteoporose-bedingte Frakturen treten bei mehr als einem Drittel der erwachsenen Frauen auf – häufiger als alle Fälle von Schlaganfall und Herzinfarkt zusammengenommen.


        Die häufigsten Ursachen von Osteoporose

        Osteoporose entsteht durch eine Störung des Knochenstoffwechsels. Es wird mehr Knochen ab- als aufgebaut. Eine Ursache dafür sind hormonelle Veränderungen, insbesondere ein Mangel an Östrogen. Deshalb sind von der Osteoporose besonders Frauen betroffen, die die Wechseljahre hinter sich haben.

        Darüber hinaus wird die Entstehung von Osteoporose durch folgende Faktoren begünstigt:

        Nikotin: Rauchen steigert den Vitamin C-und D-Verbrauch. Raucherinnen kommen auch früher in die Wechseljahre.

        Zu geringe Aufnahme an Kalzium.

        Alkohol: Regelmäßiger Alkoholkonsum führt zur Bildung von Stoffen, die Vitamin D abbauen. Vitamin D ist aber wichtig für die Aufnahme von Kalzium.

        Cola-Getränke: Das darin enthaltene Phosphat spült das für die Knochen wichtige Kalzium aus. In den USA gibt es sogar schon den Begriff der Cola-Osteoporose.

        Hoher Kaffee- oder Teekonsum führen ebenfalls zu Kalziummangel.

        Bewegungsmangel und extremer Leistungssport sowie eine Über- als auch eine Unterbelastung fördern Osteoporose.

        Mangel an Sonnenlicht führt zu einer Verminderung des Vitamin-D Umsatzes und somit zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie). Dies betrifft vor allem Frauen au südlichen Ländern, die bei uns nur verschleiert auf die Straße gehen.

        Osteoporose ist eine still verlaufende Krankheit, die sich zunächst ohne bemerkbare Symptome entwickelt. Ist die Erkrankung fortgeschritten, zeigen sich typische Anzeichen des Knochenschwunds bis hin zum Bruch.

        Zuständige Ärzte

        dr-riemenschneider

        Dr. med. Stefan Riemenschneider

        Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

          Die Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule
          Das degenerative Lumbalsyndrom

          Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für Rückenschmerzen und ebenso viele verschiedene Diagnosen. Je nach Diagnose und Heftigkeit der Erkrankung sollte eine entsprechende Behandlung eingeleitet.


          Keine Therapie ohne Diagnose !

          Um das für sie beste Verfahren herauszufinden, benötigen wie möglichst viele Informationen. Bringen Sie bitte  alle schon vorliegenden Untersuchungsergebnisse und Bilder zu einer Untersuchung mitbringen. Das hilft uns, zwischen den folgenden -verschleißbedingten – Schäden der Wirbelsäule zu unterscheiden:

          • Bandscheibenprobleme

          • Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke ( sog. Facettengelenksarthrose)

          • Einengung des Wirbelkanales (sog. Spinalkanalstenose)

          • Instabilitäten zwischen den Wirbelkörpern

          • Verbiegungen der Wirbelsäule bei Erwachsenen (sog. degenerative Skoliose)

           

          Die Facettengelenksarthrose

          Als Facettengelenke bezeichnet man die kleinen Gelenke, die jeweils zwei Wirbelkörper miteinander verbinden. Man nennt sie auch Zwischenwirbelgelenke.

          Wie jedes andere Gelenk unterliegen die Facettengelenke einem Verschleiß, der in eine Arthrose münden kann. Von Arthrose spricht man bei einer Abnutzung des Gelenkknorpels. Ist dieser aufgebraucht, kommt es zu einer zunehmenden Versteifung des Gelenkes. Dies ist beim Facettengelenk ganz ähnlich wie am Knie- oder dem Hüftgelenk.

          Wie bei jedem anderen Gelenk auch, spielt die Belastung für die Abnutzung der Facettengelenke eine entscheidende Rolle. Je mehr Übergewicht man beispielsweise mit sich herum trägt, desto eher kommt es zu Gelenksschmerzen.

          Dazu kommt bei Übergewicht auch eine Fehlbelastung der Wirbelsäule. Der Körper ist so konstruiert, dass die Lendenwirbelkörper ungefähr in der Mitte des Körpers liegen. Bei einem sehr großen Bauch stimmt das natürlich nicht mehr und die Rückenmuskulatur muss sehr viel mehr Arbeit leisten, um den Körper in der Senkrechten zu halten. Hierdurch kommt es auch zu einer Fehlbelastung der Zwischenwirbelgelenke.

          Eine weitere Ursache sind Bandscheibenschäden. Wenn die Bandscheiben mit dem Alter degenerieren, verlieren sie an Höhe. Dadurch passen die Facettengelenke nicht mehr genau zusammen und verschleißen schneller.

          Auch die Skoliose, die  bei Kindern keine Schmerzen verursacht durch die ungleiche Belastung der Zwischenwirbelgelenke einem vermehrten Verschleiß, der dann schmerzhaft sein kann.

           

          Wie bemerken Sie eine Facettengelenksarthrose ?

          Die Schmerzen bestehen hauptsächlich im Bereich der Lendenwirbelsäule. Wenn sie in das Bein ausstrahlen, dann nicht entlang der Nervenwurzeln. Das ist für Ihren Arzt ein wichtiger Hinweis, um arthrosebedingte von bandscheibenbedingten Schmerzen zu unterscheiden. Arthrosen verursachen auch keine Lähmungs- oder Missempfindungserscheinungen oder Kribbeln in den Beinen. Daher ist es wichtig, dass Sie ihrem Arzt genau sagen, wo es weh tut, oder dass Sie die Schmerzausstrahlung  aufzeichnen.

          Typisch Schmerzausstrahlungen sind:

          • Hüft- und Gesäßschmerzen

          • Krampfartige Beinschmerzen

          • Druckschmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule

          • Schmerzen beim Zurückbeugen und Überstrecken der Wirbelsäule

          • Morgendliche Steifigkeit

          • Schonhaltungen

          Oft ist es sehr schwer zu sagen, ob die Schmerzen wirklich von den Facettengelenken kommen oder von anderen Strukturen, wie der Bandscheibe oder den Nervenwurzeln. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, das Gelenk mit einem Schmerzmittel anzuspritzen (sog. Diagnostische Infiltration), um herauszufinden, ob die Schmerzen wirklich von den Gelenken ausgehen. Eine solche Spritze muss unter Umständen  unter Röntgenkontrolle gegeben werden (sog. PRT).

           

          Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es

           Die Behandlung unterscheidet sich je nach Ausmaß der Arthrose. Anfänglich bestehen oft nur Blockierungen der Gelenke, die durch einen manualtherapeutisch ausgebildeten Arzt  (sog. Chirotherapie) oder durch eine gezielte Osteopathie gelöst werden können

          Gelingt dies nicht, kann durch das Anspritzen mit einem Schmerzmittel (sog. Infiltrationstherapie, Neuraltherapie) der Schmerz behoben und die Blockierung gelöst werden.

          Auch lokale Wärmeanwendungen und die Einnahme von Schmerzmitteln / Antirheumatika können kurzfristig helfen. Ebenfalls helfen Elektrobehandlungen oder die kombinierte Akupunktur-Thermobehandlung.

           

          Was können Sie zur Vorbeugung tun?

          Wie bei der Arthrose von anderen Gelenken, wie Knie und Hüftgelenk, sind Alter und Belastung die entscheidenden Faktoren. Je geringer die Belastung ist, desto später im Leben werden Sie unter Arthrose leiden. Das bedeutet, dass sie darauf achten sollten, dass sie ihre Gelenke nicht mit Übergewicht belasten und die Muskulatur kräftigen. Denn sie kann viele Belastungen abfedern und den Rücken entlasten.

          Des Weiteren sollten sie auf eine gerade Haltung achten und falls ein Beinlängen- unterschied von mehr als 1 cm besteht, diesen unbedingt durch entsprechende Schuhsohlenerhöhungen ausgleichen.

          Zuständige Ärzte

          dr-riemenschneider

          Dr. med. Stefan Riemenschneider

          Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

            Die schmerzhafte Lendenwirbelsäule (Lumbago)

            43 Prozent der Menschen, die wegen Rückenschmerzen zum Arzt gehen, leiden Muskelverspannungen. Das sind allein in Deutschland im Jahr fast 9 Millionen Menschen. Muskelverspannungen die mit Abstand häufigste  Ursache von Rückenschmerzen.


            Teufelskreis Muskelverspannungen

            Leidet ein Patient unter starken Muskelverspannungen am Rücken, führt dies je nach betroffener Muskelgruppe zu tief sitzenden Rückenschmerzen, zu Nacken-, Schulter- oder Armschmerzen. Auch Kopfschmerzen können  Folge einer verspannten Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur sein.

            Die Ursachen können an der Wirbelsäule selbst liegen, denn der Körper versucht schmerzhafte Bereiche durch die Muskelanspannung ruhig zu stellen. Dadurch  verschlimmern sich die Schmerzen aber oft – ein Teufelskreis entsteht. Die betroffenen Menschen nehmen daher bewusst oder unbewusst dauerhaft eine Schon- bzw. Fehlhaltung ein, um die Schmerzen erträglich zu halten. Die Arbeit der betroffenen Muskelpartien muss nun von anderen Muskeln übernommen werden.

            wodurch sich die Beschwerden ausbreiten oder verlagern können.

            Eine Möglichkeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen bieten die Chirotherapie, Krankengymnastik oder lokale Infiltrationen (Spritzen).

            Die häufigsten Ursachen für derartige Probleme sind Fehlhaltungen oder Überlastungen gepaart mit Bewegungsmangel. Oft beginnt alles mit einer Fehlhaltung bei dauerhaftem Sitzen, zum Beispiel am Schreibtisch oder Computer. Es entsteht eine Dauerbelastung einzelner Muskelgruppen mit den schon beschriebenen Folgen.

            Eine weitere – sehr häufige – Ursache sind psychische Belastungen, wie Stress oder Angst. Anfangs oft die Nacken- und die Schultermuskulatur betroffen. Bei Angst „erstarren” die Muskeln im wahrsten Sinne des Wortes. Stress oder unangenehme Situationen lassen die Betroffenen „den Kopf einziehen”. Starker Druck etwa „lastet auf den Schultern” oder bei großem Kummer gehen wir „von Gram gebeugt”.

             

            Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es ?

            Für die Behandlung akuter, im Augenblick auftretender, oder chronischer, dauerhaft auftretender, Muskelverspannungen stehen  unterschiedliche Therapien zur Verfügung, die oft auch miteinander kombiniert werden können.

            • Medikamentöse Behandlungen

            • Verschiedene individuell Elektro-, Ultraschall- und Magnetfeldtherapien

            • Osteopathische Behandlungen

            • Chirotherapie / manuelle Medizin

            • Kinesiotaping

            • Neuraltherapie

            • Akupunktur ind Kombination mit Thermotherapie

            • Langfristig sollten Sie stets versuchen, die Ursachen der Muskelverspannungen zu beseitigen. Dazu gut geeignet ist es, systematisch Vorbeugung zu betreiben.

             

            Was ist ein Hexenschuss (Lumbago) und Ischialgie

            Als Hexenschuss bezeichnet man akut auftretende starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. In das Bein ausstrahlende Schmerzen werden als Ischialgie bezeichnet, auch wenn meist nicht der Ischiasnerv selbst, sondern einzelne Nervenwurzeln betroffen sind.

            Beide Begriffe bezeichnen eigentlich keine Diagnose, sondern ein bestimmtes Symptom: das plötzliche Auftreten von sehr starken Schmerzen im Kreuz, beziehungsweise im Bein.

             

            Die häufigsten Ursachen von Lumbago

             Die Ursachen für Lumbago können sehr unterschiedlich sein und sind meistens im Bereich der Lendenwirbelsäule zu finden. Dort werden unterschiedliche Nervenfasern so gereizt, dass sie sich mit Schmerzen bemerkbar machen. Die häufigsten Ursachen für solche Reizungen sind:

            • Muskelverspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule

            • Bandscheibenwölbung

            • Bandscheibenvorfall

            • Facettengelenksarthrose (Spondylarthrose)

            Alle diese Ursachen werden wiederum durch schwache Rückenmuskeln, Fehlhaltungen, Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigt. Weitere, wenn auch seltenere Ursachen für Lumbago, sind Erkrankungen der inneren Organe, zum Beispiel der Geschlechtsorgane, der Nieren, der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) oder des Enddarms.

            Auch der Bruch eines Wirbelkörpers bei Patienten mit bekannter Osteoporose kann anfänglich mit einem Hexenschuss verwechselt werden.

            Zuständige Ärzte

            dr-riemenschneider

            Dr. med. Stefan Riemenschneider

            Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

              Teilen mit:

              Landgraf-Georg-Str. 100 • 64287 Darmstadt 06151 780 75-0 praxis@ocp-darmstadt.de