Verletzungen im alpinen Skisport vermeiden

Veröffentlicht am 21. Januar 2018 mit 0 Kommentare

Berge, Sonne Schnee und volle Pisten in den Skigebieten. In diesen Tagen befinden wir uns in der Hochsaison des Wintersports. Besonders beliebt ist das alpine Skifahren. Gerade jetzt lockt der alpine Skisport. Gute Schneebedingungen und Geschwindigkeit bieten einen hohen Spaßfaktor. Dabei werden leicht Geschwindigkeiten von über 50 Km/h bei der Abfahrt erreicht.

Die Harakiri Abfahrt in Mayerhofen ist mit 78% Gefälle die steilste Abfahrtspiste Österreichs

Ein Sturz, eine Kollision oder auch nur ein ungeschicktes Umfallen aus dem Stand können  zu Verletzungen führen.

Entsprechend oft sehen wir, in unserer Orthopädischen-Chirurgischen Praxis (OCP), gerade in diesen Tagen,vermehrt Verletzungen durch Skiunfälle. Betroffen sind hiervon vorwiegend die oberen Extremitäten (Arme) und unteren Extremitäten (Beine).

Die meisten Verletzungen betreffen hierbei die Gelenke mit Kapsel- und Bandverletzungen. Am Kniegelenk  vorwiegend  die Meniskus- und Kreuzbandverletzungen.  Die Behandlung ist unterschiedlich und erfolgt teilweise auch operativ.

Wir als Team von Orthopädisch/Chirurgischen Sportmedizinern sind auf das gesamte Spektrum und die Behandlung von Verletzungen im Skisport in unserer Praxis eingestellt.

Gerade bei Sprüngen ist die Verletzungsgefahr hoch

Doch was kann man tun um Verletzungen im alpinen Skisport zu vermeiden?

Optimal ist es, wenn man bereits  weit vor dem Saisonstart mit Übungen zum Kraft- und Konditionsaufbau beginnt oder auch  spezielle Skigymnastik betreibt. Nicht nur das Verletzungsrisiko wird dadurch verringert, nebenbei wird auch die Fahrtechnik verbessert und die gute Koordination lässt Stürze besser abfangen. Denn das Verletzungsrisiko ist bei untrainierten Wintersportlern um ein Vielfaches erhöht.

Insbesondere nach einer längeren Pause muss sich der Körper erst wieder an die Technik und Abläufe des alpinen Skilaufens erinnern.

Daher sollte das Fahrverhalten entsprechend angepasst werden :

  • die eigenen Grenzen, d.h. körperliche Fitness, zu kennen
  • vorausschauendes Fahrverhalten
  • Finger vom Alkohol lassen (Stichwort: Hüttengaudi)
  • Pisten nach örtlichen Gegebenheiten, Wetter und körperlicher Fitness auswählen
  • die schwerste Piste nicht gleich am ersten Tag hinabfahren
  • immer die Geschwindigkeit dem eigenen Können anpassen

Auch die Ausrüstung spielt eine Rolle . So wird das Tragen eines Skihelmes zur Vermeidung von Kopfverletzungen dringend empfohlen. Auch Handgelenks und Rückenprotektoren können Verletzungen beim Ski- und insbesondere Snowboardfahren reduzieren.

Wir vom Team der OCP wünschen Ihnen Ski Heil und viel Spaß beim Skifahren, ohne Verletzungen.

Dr. Patric Behr

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sportmedizin

und leidenschaftlicher Skifahrer

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