Erkrankungen – Fuß

Fuss-Grafik
Vorfußchirurgie

Fusserkrankungen

In unserer Praxis behandeln wir als Fußspezialisten die Erkrankungen des Fußes , des Sprunggelenkes und des Unterschenkels.

Hierbei kann es sich um verschleißbedingte Veränderungen, Unfälle, sportliche Überlastungen, Fehlstellungen oder entzündliche Veränderungen handeln.

Für diese teils komplexen Krankheitsbilder bieten wir Ihnen als Fußzentrum ein umfassendes Spektrum der konservativen (nicht operativen) und operativen Möglichkeiten der Behandlung an.

Achillodynie (Entzündung der Achillessehne)

Möglichkeiten der konservativen Therapie der Achillodynie

Schon in der griechischen Mythologie galt die Achillessehne als die Schwachstelle des sonst unbesiegbaren Achilleus (Achilles-Ferse). Auch heute führen Beschwerden an der kräftigsten Sehne des menschlichen Körpers beispielsweise bei ambitionierten Läufern und Athleten häufig dazu, dass der Wettkampf oder das Training abgebrochen werden muss. Wie kann daher das Konzept  einer konservativen Behandlung der Achillodynie, eines Schmerzsyndroms der Achillessehne, aussehen ?

Die Hauptfunktion der Achillessehne besteht in der kraftvollen Plantarflexion des oberen Sprunggelenkes, das bedeutet: der Vorfuß wird kraftvoll nach unten gezogen. Diese Bewegung ist wesentlich für den Abstoß des Fußes beim Gehen und Laufen. Desweiteren wirkt die Achillessehne im unteren Sprunggelenk auch bei der Supination des Fußes mit. Dieses Bewegungsmuster  wird bei einem normalen Trainingslauf viele hundert Male durchgeführt, bei Belastungen mit dem mehrfachen des Körpergewichtes. In der Wettkampfsituation nimmt diese Belastung noch deutlich zu.

Kommt es bei einigen Sportlern zu Problemen, unterscheidet der Behandler Beschwerden, die entweder die Achillessehne direkt am Ansatz des Fersenbeins betreffen – oder die Sehne und das umgebende Gleitgewebe mehrere Zentimeter oberhalb dieses Ansatzes. Außerdem wird differenziert  zwischen akuten und chronischen Beschwerden. Während  bei der akuten Achillodynie noch  keine morphplogischen Veränderungen festzustellen sind, kommt es  bei der chronischen Achillodynie zu einer spindelförmigen Verdickung der Achillessehne. Die Achillodynie ist meist verbunden mit anhaltenden Schmerzen, die unterschiedlich stark ausgeprägt seien können. Überlastungen der Achillessehne im Laufsport und daraus resultierende Entzündungen (Achillodynie)  sind leider häufig – und oft auch sehr langwierig.

Zunächst steht die umfassende klinische Untersuchung an – mit Untersuchung der Beinachse, der Fußstellung und die Funktionsprüfung der gesamten Bewegungskette (Fuß, Sprunggelenk, Knie, Hüfte, Iliosakralgelenk). Die Diagnose dabei  ist häufig  ein Knick-Senkfuß und eine Verkürzung insbesondere der Wadenmuskulatur.

Auch die Laufband und Fußdruckanalyse gibt ein sicheres Bild der dynamischen Belastung des Läufers wieder.  Oft sind unpassende Laufschuhe für Beschwerden verantwortlich: vor allem sogenannte „Überpronierer“(siehe Praxistipp)

bekommen Probleme mit der Achillessehne, wenn sie mit ungeeigneten Laufschuhen schnellere, intensivere Trainingseinheiten absolvieren. Nicht selten handelt es sich  jedoch um eine Kombination verschiedener Ursachen, die dann zu den Problemen mit der Achillessehne führen. Ergänzend empfiehlt sich daher auch ein Muskelfunktionstest (Kraftmessung) der Beinmuskulatur. Hierbei können relevante muskuläre Dysbalancen erkannt werden.

Eine Ultraschalluntersuchung kann die Diagnose bestätigen und das Stadium der eventuellen degenerativen Veränderungen besser eingrenzen und sollte obligatorisch durchgeführt werden.

Ist die Achillessehne direkt am Ansatzes des Calcaneus (Fersenbeines) betroffen ( Insertionstendopathie ), kann eine Röntgenuntersuchung zum Ausschluss  knöcherner Veränderungen und Verletzungen  beitragen.  So kann die Pathologie  auf die Achillessehne eingegrenzt werden.

Im Zweifelsfall  empfiehlt sich eine ergänzende MRT-Untersuchung der Region.

Praxis-Tipp: Viele Läufer neigen zu einer Überpronation in der Stützphase  (dabei senkt sich der innere Fußrand übermäßig und der Fuß knickt nach innen) und  in der Abstoßphase zu einer Übersupination (dabei senkt sich der äußere Fußrand übermäßig und der Fuß knickt außenseitig ab). Dies führt zu einer Fehlbelastung und zu Schmerzzuständen der Achillessehne. Eine Laufbandanalyse mit entsprechender Laufschuhempfehlung, häufig in Kombination mit Maßeinlagen und einem individuellem  Beinachsentraining durch einen Sportphysiotherapeut, befreien oft den Läufer von seinen Beschwerden.

Therapieempfehlungen

Im akuten Stadium empfiehlt sich zunächst meist eine Einlagenversorgung, eventuell in Kombination mit einer Achillessehnenbandage, oder auch der Einsatz eines stabilisierenden Tape-Verbandes.

Reduktion der Laufbelastung und die Empfehlung von Crosstraining (Radfahren, Schwimmen).

Begleitende physiotherapeutische Behandlung mit individuellem Beinachsentraining und exzentrischem Training (Dehnung). Eine enge Zusammenarbeit mit einem Physiotherapie- oder besser Reha-Zentrum ist hier sinnvoll.


Zusätzliche Therapiemaßnahmen:

ACP-Infiltrationen: ACP (autologes konditioniertes Plasma) ist ein Eigenblutprodukt.

Das Prinzip ist die Aktivierung der Thrombozyten (Blutplättchen), die wiederum proliferative Substanzen freisetzen (wie Platelet Derived Growth Factor ,PDGF) und morphogene Proteine (Transforming Growth factor, TGF), welche für Muskel-, Sehnen-, Knorpel- und Knochenheilung wichtig sind. Die ACP Infiltration ist insbesondere bei chronischen Verläufen ein sehr effektives Verfahren.

Dazu wird dem Patient Blut aus einer Armvene abgenommen und auf eine spezielle Weise zentrifugiert. Dies geschieht mittels einer speziell entwickelten Doppelspritze (Firma Arthrex Double Syringe). Dieses neu entwickelte Doppelkammersystem gewährleistet die sterile Gewinnung und sterile Injektion der Wachstumsfaktoren und bietet so höchstmögliche Sicherheit.

Die ACP-Behandlung ist kein Doping und steht nicht auf der Liste verbotener Maßnahmen oder Substanzen der World Anti-Doping Agency (WADA), obwohl Eigenblut zunächst vielleicht bedenklich klingt. Allerdings wird lediglich eine geringe Blutmenge abgenommen und umgehend wieder injiziert. Dabei geht es nicht darum, die Blutmenge zu erhöhen. Und die verabreichten Wachstumsfaktoren stammen ebenfalls aus dem eigenen Körper und werden lediglich konzentriert. Eine Behandlung ist daher für Profi- und Breitensportler unbedenklich.

Paratendinöse Infiltration mit Hyaluronsäure (z.B. Sportvis der Firma Recordati)

Bei Überbelastungen der Sehne verändert sich unter anderem die Konsistenz der Mukopolysaccharide im Sehnengleitgewebe. Diese Gleitsubstanz wird durch den Entzündungsprozess deutlich zähflüssiger. Durch die paratendinöse Infiltration von Hyaluronsäure kommt es zu einer Verbesserung der Rheologie und zu einem Rückgang der Inflammation. Ein Nachteil ist das bisher für die Hyaluronsäure ( Sportvis ) keine explizite Zulassung für die Anwendung an der Achillessehne vorliegt sondern lediglich für die Anwendung am Sprunggelenk, Ellenbogen und der Schulter.

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT):

Insbesondere bei Sehnenansatznahen Beschwerden eignet sich die Behandlung mit der extrakorporalen fokussierten  Stoßwelle. Zur Behandlung der Achillodynie ist aber auch der Einsatz von radiären oder linearen Stoßwellen grundsätzlich möglich. Zu Vorbereitung des Patienten wird die differenzierte und dokumentierte Aufklärung und Information insbesondere über den Wirkungseintritt nach Wochen, explizite Aufklärung über Gefahr der Sehnenruptur bei Vorschäden und vorzeitiger Sportbelastung nach der Behandlung empfohlen. Die ESWT sollte immer eine durch den qualifizierten Arzt persönlich zu erbringende Leistung sein. Eine Lokalanästhesie ist nicht sinnvoll.

Die Behandlung erfolgt in einem Intervall von 1-2 Wochen mit einer Frequenz von 4-6 Hz und  mit 1000-3000 Impulsen und einer Energie Flächen Dosis (EFD ) zwischen 0,08-0,25 MJ/mm2  pro Behandlung.

In der Praxis hat sich auch der Einsatz von Kältetherapie als Thermoschocktherapie (Neuroreflektorische Kältetherapie) bewährt. Sie bewirkt einen Kälteschock mittels hyperbarem CO2-Gas, das als Trockeneis auf die Haut prallt und diese innerhalb von 30 sec. auf etwa 2-4 °C herunterkühlt.

Als erweiterte Therapieempfehlung können Nahrungsergänzungsprodukte abgestimmt auf die Sehnenregeneration für  drei Monate zum Einsatz kommen.


Fazit:

Die konservative  Behandlung der Achillodynie sollte nach umfangreicher Eingangsdiagnostik möglichst frühzeitig beginnen. Die Behandlung der Achillodynie ist dabei vielseitig und individuell unterschiedlich, aber oft schwierig und erfordert die Geduld von Sportler und Therapeuten.

Zuständige Ärzte

dr-riemenschneider

Dr. med. Stefan Riemenschneider

Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

    Hallux Valgus:

    Der Hallux valgus beschreibt die Schiefstellung der Großzehe im Grundgelenk nach außen hin. Die Sehnen zu den Zehen verlaufen nicht mehr zentral über das Gelenk, sondern weiter innen und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Am dadurch hervortretenden Großzehenballen bilden sich häufig schmerzhafte Entzündungen verursacht durch den Druck des Schuhs.

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    Dr. med. Stefan Riemenschneider

    Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

      Hammerzehe:

      Bei der Hammerzehe handelt es sich um eine Fehlstellung der Zehen durch Kontraktion der Beuge- und Streckmuskulatur des Fußes. Die Zehenkuppen erreichen oft den Boden nicht, das Zehengrundgelenk kann luxiert sein, d.h. die Zehe weicht aus dem Grundgelenk.

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      Dr. med. Stefan Riemenschneider

      Akupunktur - Arthrosebehandlung - Osteopathie - Sportmedizin

        Großzehengrundglenksarthrose (Hallux rigidus)

        Hallux rigidus beschreibt die Großzehenarthrose, die durch Abnutzung des Grundgelenks der Großzehe verursacht wird. Dadurch kommt es meistens zu staken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

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          Morton Neurom

          Das Morton Neurom ist eine spezielle Erkrankung, die mit einem geschwollenen und entzündeten Nerv im Vorfuß einhergeht. Dabei entsteht ein Neurom ( eine gutartige Nervenschwellung). Oft wird dies durch spezifische Überlastungen ausgelöst. Stechende , teils brennende Fußschmerzen (Metatarsalgie) und Taubheit häufigim Bereich der 2- bis 4. Zehe sind die Folge.

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            Ganglion

            Ein Ganglion (im Volksmund „Überbein“ genannt) ist  eine gutartige, vom Körper neu gebildete Ausstülpung einer Gelenkkapsel oder Sehnenscheide im Bereich des Fußes. Man spricht von einer sogenannten Weichteilgeschwulst. Das Ganglion ist mit einer klaren, gallertartigen Flüssigkeit gefüllt und fühlt sich prall-elastisch an. Meist entwickelt es sich im Bereich des Fußrücken . Ein Überbein kann allein stehend, klein bis sehr groß sein oder  auch mehrere Knötchen bilden.

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            Dr. med. Stefan Riemenschneider

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