Bandscheibenvorfall – OCP bietet Vernetzung von Spezialisten in Praxis und Krankenhaus

Veröffentlicht am 4. März 2013 mit 0 Kommentare

Die Wirbelsäule besteht aus Wirbelknochen und den dazwischen liegenden Bandscheiben. Eine Bandscheibe (Discus) besteht aus einem Bindegewebsring und einem zentralen weichen Kern (Nucleus pulposus). Dieser ermöglicht die Beweglichkeit der Wirbelsäule und ist gleichzeitig ein wichtiger Stoßdämpfer. Die übereinander liegenden Wirbelknochen bilden mit den dazwischen liegenden Bandscheiben die Wirbelsäule und den darin liegenden Wirbelkanal, der das Rückenmark und unter anderem die ihn versorgenden Blutgefäße enthält.

Das Rückenmark erstreckt sich vom Hirnstamm, der die Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn ausmacht, bis zum ersten oder zweiten Lendenwirbel. Dort setzt sich das Rückenmark in einem Nervenfaserbündel, dem Pferdeschweif (Cauda equina) fort, welches sich bis zum Kreuzbein – eine Verlängerung der Wirbelsäule – erstreckt. Hier verlassen die Nervenwurzeln, wie auch an anderen Stellen der Wirbelsäule, den Wirbelkanal zwischen den einzelnen Wirbelknochen.

Ein Bandscheibenvorfall (Discusprolaps) ist eine Verlagerung des weichen, geleeartigen Kerns durch eine Schwachstelle des Bindegewebsringes. In der Hals- oder Brustwirbelsäule kann die heraustretende Bandscheibe gegen das Rückenmark oder gegen die Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelknochen vom Rückenmark ausgehen, drücken. In der Lendenwirbelsäule kann die Bandscheibe gegen die einzelnen Nervenwurzeln oder die Nervenbündel im Wirbelkanal (den Pferdeschweif) drücken.

Was verursacht einen Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch eine Schwäche des Bindegeweberinges. Diese Schwäche führt zur Verlagerung des weichen geleeartigen Kernes, häufig geschieht dies in Zusammenhang mit Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule. Ein Bandscheibenvorfall kann durch Fettleibigkeit und durch Schwangerschaft begünstigt werden.

Wann entsteht der Bandscheibenvorfall?

Die meisten Bandscheibenvorfälle kommen an der Lendenwirbelsäule vor und treten am häufigsten im Alter von 30 bis 50 Jahren auf. In der Halswirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle relativ selten auf und kommen eher im Alter von 40 bis 60 Jahren vor. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen.

Welche Symptome treten bei Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall kann ohne Symptome verlaufen. Sind jedoch Symptome vorhanden, sind diese hauptsächlich auf den Druck gegen einzelne Nervenwurzeln, das Rückenmark oder die Nervenfaserbündel in der Lendenwirbelsäule (Pferdeschweif) zurückzuführen. Symptome bei Druck gegen eine Nervenwurzel: Intensive Schmerzen an einem Bein oder Arm, verbunden mit Gefühlsstörungen (Ameisenlaufen, Kribbelgefühl, Taubheit) und letztlich auch Kraftabschwächung einzelner Muskeln bis hin zu Lähmungen.

Symptome bei Druck gegen das Rückenmark:

  • Krämpfe (Spasmen), Lähmung oder Gefühlsstörung bei Druckausübung auf das Rückenmark in der Brustwirbelsäule. Dieser Druck kann Spasmen in den Beinmuskeln, aber nicht in den Armmuskeln verursachen. Es können auch Blasenfunktionsstörungen auftreten.
  • Fehlende Beherrschung der Blasen- und Mastdarmfunktion und Sensibilitätsstörungen im analen Bereich und im Bereich der Genitalien, sowie an der Innenseite der Schenkel und Lähmung der Beine.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Arzt schon nach einer gründlichen Anamnese und klinischen Untersuchung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit feststellen, ob und zwischen welchen Wirbelknochen ein Bandscheibenvorfall vorliegt.

Eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) kann die Diagnose bestätigen oder widerlegen. Welche Untersuchung in Frage kommt, beurteilt der Arzt von Fall zu Fall.

Wie behandelt man Bandscheibenvorfall?

Bandscheibenvorfälle werden in erster Reihe konservativ, also ohne Operation, behandelt. Bei fortdauernden Symptomen allerdings kann ein chirurgischer Eingriff erwogen werden. Die konservative Behandlung besteht aus kurzzeitiger Bettruhe. Zudem erhält der Patient milde Schmerzmittel und entsprechende Physiotherapie. Inwieweit eine Operation angebracht ist, entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten.

Die Kriterien dafür sind:

  • Bei Symptomen, die auf einen Druck gegen das Rückenmark hindeuten, ist eine baldige oder sogar sofortige Operation angesagt.
  • Bei schwerer Lähmung oder zunehmender Lähmung ist eine sofortige Operation angesagt.
  • Bei Symptomen, die auf einen Druck gegen den “Pferdeschweif” (Cauda equina, unterster Anteil des Rückenmarkes) hindeuten, ist eine sofortige Operation angesagt.

Bei Veränderungen der Symptome, bei fehlender Kontrolle der Blasenfunktion, zunehmender Lähmung oder Spasmen sollte man immer sofort einen Arzt aufsuchen.

Warum OCP ?

In unserer Praxis arbeitet ein Team von Spezialisten, das mit den neusten diagnostischen Mitteln ebenso vertraut ist wie mit klassischen, körperlichen Untersuchungstechniken.

Wir vertrauen nicht alleine der Gerätemedizin, sondern bei uns steht der Menschen mit seiner Individualität im Vordergrund. Neben der außergewöhnlich komplexen Vernetzung mit externen Spezialisten in Praxis und Krankenhaus, bietet das OCP auch innerhalb der modernen Praxisräume ein komplettes Angebot an klassischen und alternativen Therapieformen an.

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