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Schmerztherapie in Darmstadt in der Praxis am Elisabethenstift

Donnerstag, den 19. November 2009

Neuraltherapie zur Schmerzbekämpfung

Was ist Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie ist eine Injektionsbehandlung zur Erzielung von Heilwirkungen mit Lokalanästhetika (Mittel zur örtlichen Betäubung – Procain) in Verbindung mit einem Einsatz von speziellen (homöopathischen) Medikamenten zur Schmerzbekämpfung.

Man kann sich das so vorstellen, dass durch die „örtliche Betäubung“ die Reizleitung eines Nervs unterbrochen wird. Und zwar so direkt wie möglich am Ort des Schmerzes. Denn oftmals ist ein Nerv nicht wirklich krank, kann sich aber nicht richtig regenerieren bzw. „abschalten“. Dies verursacht dann Schmerzen, die zum Teil schnell chronisch werden können.

Durch die Betäubung erhält der Nerv nun die Möglichkeit der Regeneration und damit zur Heilung. Oftmals mit erstaunlichem Erfolg. Nach 3 bis 4 Sitzungen kann durchaus schon eine Erleichterung und wiedererlangte Bewegungsfähigkeit festgestellt werden. In der Regel werden jedoch mehrere Behandlungen für einen dauerhaften Behandlungserfolg erforderlich sein.

Wann wird die Neuraltherapie angewendet?

Die Anwendungsgebiete der Neuraltherapie sind sehr umfangreich. Am häufigsten wird die Neuraltherapie bei der Behandlung von Schmerzzuständen und funktionellen Beschwerdebildern – wie z.B. „Hexenschuss“, Schulterschmerzen, Tennisarm, Migräne, Kopfschmerz, Wirbelsäulenerkrankungen, Kreislauferkrankungen etc. – zur Störfeldsanierung eingesetzt. Störfelder können generell alle Erkrankungen sein.

Außerdem werden durch die Neuraltherapie Erfolge bei Entzündungen, schlecht heilenden Wunden, Operationen, Narben, Zahnproblemen und auch bei Problemen durch Tätowierungen und Piercings erzielt.

Wie wird Neuraltherapie angewendet?

Grundvoraussetzung sind eine gründliche körperliche Untersuchung und eine ausführliche Anamneseerhebung. Hierfür sollten Sie etwas Zeit mitbringen, und Sie haben die Möglichkeit, alle weiteren offenen Fragen zu klären.

Die Neuraltherapie kann z.B. in Form einer Quaddeltherapie (Spritzen unter die Haut) erfolgen. Das örtliche Betäubungsmittel, das in die oberste Hautschicht gespritzt wird, bewirkt nicht nur eine Betäubung der Schmerzen, es kann auch durchaus in einigen Fällen schon eine Spontanheilung hervorrufen.

Eine weitere Option ist die Infiltrationstherapie. Hier erfolgt die Injektion von Medikamenten in tiefer liegende Bereiche (Muskeln, Gelenke, Nerven). Es gibt auch die Kombination von beiden Therapien.

Die Kombination von naturheilkundlichen (homöopathischen) Stoffen mit Lokalanästhetika hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Man kann somit die Neuraltherapie als ein Bindeglied zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin bezeichnen.

Zur Injektion selbst werden feine Nadel verwendet. Der Injektionsschmerz ist verschwindend klein.

Grenzen der Neuraltherapie

Die Grenzen der Neuraltherapie ergeben sich aus den Möglichkeiten und Grenzen der Regenerations- und Regulationsfähigkeit. Erbkrankheiten, psychogene Erkrankungen, Systemerkrankungen, bösartige Tumore (außer deren Schmerzen) und irreversible Schäden sind durch Neuraltherapie nicht zu beeinflussen.

Monika Riemenschneider

Ärztin für Neural- und Schmerztherapie

Termine

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Veröffentlichung in “Gesund leben heute” 2/2009

Mittwoch, den 9. September 2009

Neuraltherapie in der Schmerzbekämpfung

 Jeden Tag suchen Millionen von  Menschen die Arztpraxen in Deutschland auf. Bei vielen von ihnen stehen starke oder chronische Schmerzen im Vordergrund.

Zu den Aufgaben des Arztes gehört es, die Ursache der Beschwerden zu finden und eine angemessene Behandlung einzuleiten.

Leider gelingt dies nicht immer und mancher Patient leidet unter chronischen Schmerzen, scheinbar ohne dass sich eine Ursache finden lässt. In diesem Zusammenhang kann es sich lohnen, wenn man sich auf alternative Behandlungen einlässt.  Zu den klassischen Vertretern der Alternativmedizin gehört die Neuraltherapie.

 Was ist Neuraltherapie ?

Die Neuraltherapie ist eine Injektionsbehandlung zur Erzielung einer Heilwirkung mit örtlichen Betäubungsmitteln (Lokalanästhetika Procain).

Durch die lokale Betäubung wird die Reizleitung des Nerven unterbrochen wird, und zwar so nah wie möglich am Schmerzort. Oftmals ist ein Nerv nicht wirklich krank, sondern er kann nur nicht wirklich „abschalten“. Daher kann er sich nicht erholen, sondern er steht unter „Dauerstress“. Dies verursacht Schmerzen, die zum Teil chronisch werden können.

Durch die gezielte Betäubung erhält der Nerv die Möglichkeit sich zu erholen und zu regenerieren. Dies führt oftmals zu erstaunlichen Erfolgen und schon nach 4 – 6 Sitzungen ist eine Erleichterung spürbar und der Patient bemerkt eine Verbesserung des Körpergefühls oder der Beweglichkeit.

Entwickelt wurde die Neuraltherapie maßgeblich durch die Ärzte Ferdinand und Walter Huneke. Im Jahre 1925 injizierte Ferdinand Huneke seiner an chronischer Migräne leidenden Schwester ein procainhaltiges Antirheumatikum  versehentlich intravenös statt intramuskulär. Huneke beobachtete in diesem Fall eine schlagartige und bleibende Heilwirkung, so dass er gemeinsam mit seinem Bruder Walter die therapeutische Anwendung von Procain weiter erforschte.

Wann wird die Neuraltherapie angewandt ?

 Die Anwendungsgebiete der Neuraltherapie sind sehr umfangreich. Die besten Erfolge erzielt man bei der Behandlung von Schmerzen und funktionellen Beschwerden des Haltungs- und Bewegungsapparates. Hierzu gehören unter anderem „Hexenschuß“, Schulterschmerzen, Tennisarm, manche Formen der Migräne und Kopfschmerzen, aber auch gynäkologische Beschwerden und Kreislauferkrankungen.

Außerdem werden durch die Neuraltherapie Erfolge bei Entzündungen, schlecht heilenden Wunden, Operationen und   Zahnproblemen erzielt. Ein weiteres Anwendungsfeld stellen Probleme und Beschwerden nach Tätowierungen oder Piercings dar.

Weitere Störfelder sind Narben. In diesem Zusammenhang muss auch an den Bauchnabel ( unsere erste Narbe !!!) und ev. Geburtsverletzungen (Dammriss !!) gedacht werden.

Was ist ein Störfeld ?

Ein Störfeld behindert komplexe Regulationsmechanismen, das Zusammenspiel verschiedener Organe oder Organsystem oder Muskelfunktionsketten des Körpers. Dabei treten Störungen  unter Umständen an weit entfernten Körperregionen auf, die auf den ersten Blick nichts mit der Region des Schmerzes zu tun haben. 
Dieser Begriff des Störfeldes kommt aus der Komplementärmedizin und Naturheilkunde. Es  kann sich dabei um eine Narbe oder eine subchronischen Entzündung, die z.B. im Zahn- oder Mandelbereich oder auch nach einer Mandeloperation auftreten, handeln. Die Erkrankung, die zum Störfeld führte, kann schon viele Jahre zurückliegen.

Wie wird die die Neuraltherapie angewandt ?

Grundvoraussetzung ist eine gründliche körperliche Untersuchung und eine ausführliche Befragung durch den behandelnden Arzt. In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig, ernsthafte oder bösartige Krankheiten zu unterscheiden, denn die Neuraltherapie hilft da, wo etwas gestört ist, aber sie versagt dort, wo etwas zerstört ist. Wenn sich im Rahmen dieser Eingangsuntersuchung Hinweise auf Störfelder ergeben, kann eine gezielte Behandlung erfolgen. Grundsätzlich werden mehrere Therapieformen unterschieden

Segmenttherapie

Bei der Segmenttherapie wird das Lokalanästhetikum, in der Regel Procain, in Form von Hautquaddeln in die oberste Hautschicht gespritzt.

Störfeldtherapie

Nach Huneke handelt es sich bei „Störfeldern“ um chronische Entzündungszustände, die den Gesamtorganismus schwächen und Beschwerden in anderen Bereichen des Körpers erzeugen können. Die häufigsten Störfelder befinden sich in den Mandeln, Nasennebenhöhlen, der Zahn-Kiefer-Region und in Narben.

Durch gezielte Befragung und Untersuchung wird versucht, das Störfeld zu finden und durch Injektion eines Lokalanästhetikums die Störwirkung zu unterbrechen.

Andere Behandlungsformen

Bei der Therapeutischen Lokalanästhesie (TLA) werden gereizte Nervenwurzeln, etwa im Bereich der Lendenwirbelsäule, mit einem Lokalanästhetikum infiltriert. Hierbei erfolgt die Injektion von Medikamenten in tiefere Bereiche des Körpers, z.B. Muskel, Gelenke, Nerven.

Ebenfalls wird die Kombination mit naturheilkundlichen oder homöopathischen Stoffen und Medikamenten angewandt. Dies kann zur Wirkungsverstärkung führen.

Die Injektion selbst, also die Einspritzung des Medikamentes erfolgt mit einer sehr kleinen, aber sehr scharfen Nadel, so dass der Schmerz bei der Einspritzung verschwindend klein ist.

Was sind die Grenzen der Neuraltherapie ?

Wie oben bereits gesagt, kann die N. nur dort sinnvoll eingesetzt werden, wo funktionelle Störungen, Reizungen oder Entzündungen vorliegen. In diesen Fällen kann sie die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen und manches Leid lindern.

Erbkrankheiten, psychogene Erkrankungen, Systemerkrankungen (Zucker), bösartige Tumore und irreversible Schäden sind durch die N. nicht zu beeinflussen. Im Interesse der Patienten ist es daher wichtig, dass der Arzt diese Grenzen kennt und respektiert.

Solange die Neuraltherapie diese Grenzen beachtet und sie verantwortungsvoll in den Händen eines erfahrenen Arztes liegt, kann sie gute und mitunter auch überraschende Erfolge bringen.

In unserer Praxis arbeitet ein kompetentes Team zusammen mit einer erfahrenen Neuraltherapeutin seit Jahren mit dieser Methode.

Wie die Akupunktur handelt es sich um eine sogenannte Ordnungstherapie, die darauf abzielt ein gestörtes körperliches Gleichgewicht, die innere Balance wiederherzustellen. Getreu dem Motto:

Mens sana, in corpore sano.

Monika Riemenschneider

Ärztin